Auf der Suche nach der idealen Verpackung

  • Geschrieben von VeVeRo
  • Publiziert in Blog
  • Datum: Montag, 30 September 2019 09:26
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Verpackung ist alles, ohne Verpackung ist alles nichts, denn lose können wir unsere Produkte nicht versenden. Im Blog lesen Sie, warum die Suche nach der idealen Verpackung schwierig ist, welche Probleme uns begegnen und wie eine Lösung aussehen kann.

Von Kompromissen und einem Hoffnungsschimmer

Wir bei VeVeRo haben ein Problem. Und das heißt „Verpackungen“. Ohne können wir unsere sorgfältig ausgewählten Produkte nicht versenden. Die Verpackung ermöglicht einen einfachen Transport, schützt vor Umwelteinflüssen und dient der Lagerung. Deshalb muss sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Die ideale Verpackung

  • ist stabil und reißfest
  • gibt keine Stoffe an Lebensmittel ab
  • ist für die Lagerung wiederverschließbar

Bei VeVeRo spielen weitere Überlegungen eine Rolle, denn auch in diesem Bereich möchten wir klimaschonend, umweltfreundlich und nachhaltig handeln. Daher suchen wir eine Verpackung, die

  • ökologisch sinnvoll und
  • wiederverwertbar ist,
  • aus einem nachhaltigen Material und
  • möglichst wenig Material besteht

Wir haben viel recherchiert, gelesen und telefoniert, um die ideale Verpackung zu finden. Leider müssen wir bislang bei jeder möglichen Lösung einen Kompromiss eingehen. Es gibt aber auch gute Nachrichten und einen Hoffnungsschimmer am Horizont.

Kraftpapier, Verbundmaterialien oder Kunststoff?

Am liebsten würden wir unsere Produkte in Papier verpacken. Möglichst dünn, bereits recycelt und einfach wiederverwendbar. Allerdings hat Papier gleich mehrere Nachteile. Vor allem dünne Tüten reißen schnell. Dickere benötigen mehr Material - die Verpackung wird unflexibel und schwer. Außerdem ist Papier aus Sicht des Umweltschutzes eher heikel. Denn es sind Berge von Papier nötig, die Herstellung ist energiereich und verbraucht sehr viel Wasser. Papier bietet den Produkten kaum Schutz gegen Feuchtigkeit. Alles in allem leider kein geeignetes Material, um unsere Lebensmittel zu versenden.

Neben reinen Papierverpackungen gibt es Kraftpapier auch mit einer schützenden Beschichtung im Inneren. Außen Papier, innen Schutz. Leider ist der Verbund der Stoffe so eng, dass sie kaum wieder zu trennen und daher schlecht zu recyceln sind. Wieder eine Möglichkeit weniger.

Wenn es also kein Papier sein kann, müssen wir uns schweren Herzens den Kunststoffen zuwenden. Auch wenn es schwer fällt, gibt es viele gute Argumente für eine Verpackung aus Plastik. Sie ist

  • leicht
  • reißfest
  • recyclebar und
  • schützt die Lebensmittel

Plastik steht jedoch zurecht in der Kritik. Manche Kunststoffe enthalten Weichmacher und andere unerwünschte Stoffe, die in die Lebensmittel übergehen können. Sie werden oft aus Erdöl gewonnen, einem Rohstoff, der nur begrenzt zur Verfügung steht. Plastik braucht - je nach Art - zwischen 100 und 450 Jahren, um zu zerfallen. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn es nicht richtig entsorgt wird. Wird eine Verpackung im Recyclingmüll entsorgt, kann das Material gut wiederverwertet werden. Zugegeben, bisher war die Quote der stofflichen Wiederverwendung - also echtes Recycling, bei dem neue Produkte entstehen - zu gering. Dank des neuen Verpackungsgesetzes gibt es seit Januar 2019 höhere Ziele. Zunächst müssen 58,5 % aller Kunststoffe, ab 2022 sogar 63 Prozent stofflich wiederverwertet werden, laut Umweltbundesamt.. Das reicht uns bei VeVeRo nicht. Daher haben wir weiter gesucht.

Der Hoffnungsschimmer

Bei unseren Recherchen haben wir eine Firma gefunden, die Kunststoff aus Cellulose herstellt. Besonders nachhaltig wird es, wenn die Cellulose in einer anderen Industrie als Abfallprodukt entsteht. Zum Beispiel in der Holzindustrie. Der fertige Kunststoff ist stabil und schützt das Produkt. Außerdem ist er im heimischen Kompost rasch abbaubar. Ein echter Fortschritt. Doch wie so viele gute Nachrichten enthält auch diese einen Wermutstropfen: Das Material ist noch nicht auf dem Markt. Es soll aber schon in wenigen Monaten erste Verpackungsversuche geben.Das Jahr 2020 wird spannend, wir bleiben dran.
Für richtig große Menge von mehreren Kilo ziehen wir Weißblechbehälter in Betracht. Sie eigenen sich sehr gut für die Lagerung, denn sie schützen das Produkt vor Feuchtigkeit und beugen möglichem Schädlingsbefall vor. Diese Behälter können Sie auch weiterverwenden.

Unser Verpackungsmaterial

Bis wir die ideale Lösung gefunden haben, müssen wir Kompromisse machen. Derzeit (Oktober 2019) setzen wir auf verschiedene Lösungen, je nach Produkt und Menge. Unsere Tüten bestehen aus orientiertem Polypropylen (OPP). Das Material bietet

  • Schutz gegen Feuchtigkeit
  • Barriere für Fett
  • Stabilität
  • Temperaturbeständigkeit
  • sehr gute Recyclingeigenschaften

Sie erkennen Polypropylen-Verpackungen am Recyclingcode 05. Damit das Material wiederverwertet werden kann, muss es aus dem restlichen Müll aussortiert werden. Das gelingt dann besonders gut, wenn es sich um transparentes Material handelt, zumindest helle Farben sollten es sein handelt, denn auch die sind für Maschinen besser auffindbar.

Dürfen wir uns etwas wünschen?

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie zu einer möglichst geringen Belastung der Umwelt beitragen, indem Sie unsere Verpackungen falls möglich mehrfach verwenden und dann im Recyclingmüll entsorgen. So kann das Material wiederverwertet werden. Wir hoffen, Ihnen bald Neuerungen im Verpackungsbereich mitteilen zu können.

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